TIEFENLICHT
ist ein maltechnischer Begriff aus der
Ölmalerei. Er wird gebraucht im Zusammenhang mit der Lasur-Technik. Viele, dünne, übereinander liegende Farbschichten ergeben den Farbeindruck des Gemäldes. Das auftretende Licht passiert die Farbschichten wie durch farbiges Glas und wird erst vom Malgrund als Tiefenlicht reflektiert. Die Bilder scheinen von innen heraus zu leuchten.
 

Mich interessieren Menschen. Der Pfalz-Bezug rĂĽhrt daher, dass ich hier lebe. Vielleicht ein Heimat-Projekt: der Mensch, zuhause bei sich, zuhause unter anderen, in der Menschheit, in der Welt. Und die beginnt dort, wo wir leben.
Die ganze Welt, die sich durch die Globalisierung auftut, ist sehr groß. Man kann überall zuhause sein und ist es dann vielleicht nirgends mehr. Je größer die Welt wird, desto wichtiger wird es, Boden unter den Füßen zu haben. Verortet zu sein, für mich vor allem unter Menschen.
Zuhause im Geist. Der Mensch als Fleisch gewordener Geist.

zuhause

Die Bedeutung des Begriffes Inkarnat (Hautton, Fleischfarbe) liegt eigentlich schon lange in der Luft. In jedem Porträt stellt sich die Frage nach dessen „Oberfläche“ neu. Mit Inkarnat ist eine bestimmte Darstellung der Haut gemeint, die bei mir (bisher?!) keine Rolle spielt. Weder Haut, noch Fleisch, noch Farbe. Die Gedanken aber, die sich daran anknüpfen, sind sehr interessant. Im Mittelalter wird das Fleischmalen, im schöpferischen Malakt, gleichgesetzt mit der Fleischwerdung Christi. Fragen nach Leben und Gegenwart des Bildes, durch das Bild werden aufgeworfen, Fragen nach der Materialität des Körpers, seiner Oberfläche und die des Bildes. Der Körper der Kunst.
Malen als Akt der 'Fleischwerdung' des Geistes. Materialisierung. Sichtbarwerdung. Das Fleisch als höchste Form des Geistes!?
Die Inkarnation Gottes in den Menschen. Jesus als Gott-gewordener Mensch...(?
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durchscheinend

Nachahmung. Kopie. Hat ursprünglich mit Verstehen zu tun. Man muß etwas wiedererkennen können, um zum Verständnis einen Anhaltspunkt zu haben.
In Bezug zur Kunst geht es mir bei Mimesis um das Ganze, Große. Um den Anfang. Das Leben einhauchende Prinzip. Das Ursprungsprinzip, Erschaffungsprinzip. Wenn möglich, wäre Nachahmung eine große Sache. Mimetisch in meinem Sinne würde bedeuten, Kenntnisse von höchsten evolutionären Zusammenhängen, plus, zu besitzen, - die es möglich machten, den Menschen zu erschaffen. (plus meint den entscheidenden Rest, der nach jeglicher Erklärung bleibt) Die Frau sollte der Sache näher sein, sie ist mehr als ein Gefäß oder Wirt. Nachahmung wäre eine „göttliche“ Tat, der Mensch aber schaffte ein Frankensteinsches Monster. Alles Andere ist (bloß) Bild und immer weniger als bloße Nachahmung. Denn zur bloßen Nachahmung des schöpferischen Prozesses fehlt uns die Einsicht in den kreativen (Ur-) Grund. Alle menschliche Tätigkeit ist im Weltengetriebe letztlich mimetisches Gestotter.
Mimetische Kunst meint nachahmende Kunst. Abwertend nachahmend. Die Kunst bildet (die Wirklichkeit) bloß ab. Ist nichts eigenständiges. - Wenn man nachahmt, muß man das 'Vorbild' kennen, wissen, was die Wirklichkeit ist. Für mich bedeuteten mimetische Fähigkeiten, Einblicke zu haben in den großen Zusammenhang, die Wahrheit zu kennen, diese Einsicht nutzen zu können. An der Entfaltung der Welt wirklich mitzuarbeiten.
Leben schaffen ist wahre Kreativität, uns aber letztlich nicht zugänglich. Wir müssen uns mit Ahnungen begnügen, was aber vielleicht schon sehr viel ist. Ich würde davon gerne mehr wissen, erkennen können.

MIMESIS

Das Leben hier 'unten' ist wunderbar. Wenn die Liebe stark ist, wenn sie uns trifft, die Liebe zwischen den Menschen, die Liebe zum Leben. WOLLEN.
Der Tod ist im Glück mitaufgehoben. Er macht es eher perfekt. Aus der Endlichkeit erhält das Leben seine große Kraft.
Das Leben hier ist einmalig, das Vorher und Hinterher unendlich, - und im Unendlichen durchdrungen.
Der Tod allerdings gehört ans Ende vom Leben.

EROS

Nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Raum. Im Raum ist das Ziel. Ein Weg ist linear und hat ein Ziel, wenn auch im Unendlichen - und Richtung. Im Raum gibt es keine Richtung. Die dritte Dimension macht etwas unmöglich, bringt in Ordnung.

Raum

Den Menschen kann es eigentlich immer bloß um den Menschen gehen. Denn, nur der Mensch braucht den Menschen. Sonst braucht uns niemand. Die Natur braucht uns nicht, sie ist selbstgenügsam, und letztlich ist ihr nichts anzuhaben. Sie ist immer (da), egal in welcher Form. Die Daseins-Frage. Der Mensch ist noch nicht lange da. Wie lange er in näherer Zukunft bleibt, liegt in seiner Hand. Im großen Ganzen der Zukunft aber spielt er eh' keine all zu tragende Rolle.
Auf unserem Level, dem Zeitfenster, das der Ă„ra der Menschheit zur VerfĂĽgung steht, aber sind wir -fĂĽr einander- bedeutungsvoll.

Es geht um die Menschen. Die entstehenden Bilder -die Porträts- bleiben letztlich bloss Kunst (Protokolle der Begegnungen). Und wenn das Porträt sowieso keine Kunst ist, dann ist mir das nur recht. Dennoch sollte in den Bildern etwas von dem Geist (der Welt) zu Tage treten, der sich in den menschlichen Beziehungen am besten entfaltet. Die Menschen sind aus vielerlei Gründen für einander geschaffen, auch der (Selbst-) Erkenntnis willen, was denn der Mensch eigentlich ist?. Das menschliche „Zueinander“, der direkte Kontakt sollte/kann das ans Licht bringen. Die Menschen sind im Stande dem Geist Raum zu geben, viel Raum, von höchster Qualität. Gut für den Geist, besser für die Menschen (, ihr Dasein, ihren Fortbestand, für das Leben jedes Einzelnen). Und die Kunst bleibt eine schöne Nebensache der Welt.

nur Kunst

Die Kunst voranbringen als Künstler? Ja – vielleicht. Er ist kreativ, ist fähig Strukturen aufzubrechen, überschreitet Grenzen, versucht Neues, probiert aus, verändert Sichtweisen und auch das Denken. Worin? In der Kunst? Als Idiot? In wahnsinnsnaher Genialität? Als Mensch!? Kreativität ist etwas, das weit über die Kunst hinausgeht. Und sie speist sich aus zutiefst menschlichen, nicht aus künstlerischen, Quellen. Kann ein Künstler ein besonderer Mensch sein? Eigentlich nicht.
Warum sollte in der Kunst etwas vorscheinen?, weil ihr Verursacher besonders leuchtet? Die Hoffnungen und Erwartungen der Menschen treten in der - bisher – am weitesten entwickelten Materie am wahrsten in Erscheinung. Wenn irgendetwas irgendwie scheint, dann in den Menschen. Im Dialog, in großer Nähe. Von einem „Wärmestrom“ ist die Rede. „Aktives Vermögen“ und „passive Möglichkeit“, sehen können und etwas Sichtbares vor sich haben, müssen ineinander greifen, - damit etwas zu sehen ist.
Großes ist in der Kunst nicht zu leisten. Think big. Denk müßig. Mit Hilfe der Kunst? Kunst als Denken. Kunst denkt bloß Kunst.(Demut und Größe, Ruhe und Freiheit, in die Bewegung.) Die wirklich großen Fragen werden in der Kunst garnicht gestellt, lassen sich von ihr nicht stellen. Von Menschen, deren Pathos und Sucht nach Daseinsmarkierungen dem Eigentlichen gar keinen Raum lassen.
Ist Picasso ein großer Künstler, aber kein „guter“? Können Ärsche gute Kunst machen? (oder gute Politik?) Sieht gute Kunst ganz anders aus? Hat es bisher noch keine gute – richtige? - Kunst gegeben? Muss die noch gefunden werden? Eine Kunst aus der Mitte hat nichts Aufregendes!? Und irgendwie scheint Kunst Grenze zu brauchen, aufsuchen zu wollen, zu sollen. Braucht die Kunst die Mitte? Eine bisher noch nicht in Erscheinung getretene, noch kaum vorscheinende Kunst, eine noch zu schaffende, noch ausstehende. Oder braucht die Mitte gar keine Kunst?
Der KĂĽnstler macht die Kunst, alle anderen machen alles anders. So wie die Kunst die Kunst ist und alles andere alles andere. Herbie Hancock sagt, er sei kein Musiker. Er ist Mensch und als solcher mache er Musik. Ist der KĂĽnstler ein Mensch? Ich bin gerne kein KĂĽnstler.
Wenn Sprache nur Sprache, Kunst nur Kunst ist, dann ist sie frei und leer, - hohl und einem Ganzen enthoben. (Wenn so ein äußerstes l'art pour l'art überhaupt möglich ist.) Hermetisch, aseptisch. Entfremdet. Von innen verriegelt. Eingeschlossen in sich selbst. Etwas von Fachidioten für Fachidioten. Schwer zu sagen, ob Kunst früher eingebetteter war. Heute scheint sie jedenfalls ohne Spezialistentum nicht auszukommen. Wenn Kunst nur als Kunst gedacht ist, ist ihre Grenze, ihre Beschränkung schon da. Krankt's daran, daß Alles so voneinander getrennt wird? Gedacht worden ist das ja schon vor längerer Zeit.
Zum Bild entleerte Kunst – ohne Inhalt, bloß sich selbst. Kunst ist Abstraktion von Leben, -Leben(s)-frei; es ist völlig extrahiert. Diese Kunst ist des Lebens Stuhlgang. Das Verwertbare ist bereits aufgenommen. Was bleibt ist Konzentrat, vom Pferd taugt es zum Rosendung. Ein guter Schiss.
Leben bleibt Leben und Kunst bleibt Kunst. Das, was das Leben ausmacht, kann im Bild gar nicht sein. DaĂź ein Bild atmet, ist die reine Illusion. Leben ist Leben.
Kunst bleibt Kunst. Ihr sind Grenzen gesetzt, die sie nie überschreiten kann. Leichte Übertritte scheinen möglich, in der Illusion. Geist und Leben haften an ihr marginal, weil sie eigentlich nicht dafür geschaffen ist. Der Mensch hat beides und in hoher Form, - wenn er will. Wenn Geist und Leben sich verbinden, dann wird’s hell. Geist lebt, - durch uns. Ohne uns bleibt Geist Geist. Natürlich lässt sich die Frage stellen, ob er überhaupt lebendig werden muss?
Bildverehrung – Bildzerstörung - „Menschverehrung“
Der Mensch ist achtenswert, nicht die Kunst. Ich brauche keine Bilder zu zerschlagen, verehren tue ich sie schon garnicht. An den Ausdruck des Menschen, kommt der künstliche eines Bildes nie heran. Dem Bild fehlt immer etwas. Das, was ein Mensch sagen kann, kann ein Bild nicht. Die Aussagen haben unterschiedliche Qualitäten.
Für die Verehrer des Bildes wurde die Materie „verklärt“. Deswegen können Öl, Malmittel und Grund ein wenig über sich hinausweisen. Das Bild weist hin auf das, was hinter ihm liegt. Auf das „Urbild“. Bild und Urbild sind nicht wesensgleich, aber es besteht eine irgendwie geartete Beziehung.
An manchen Stellen, bei der strukturierenden Niederschrift, denke ich, dass Vieles auch anders gedacht werden kann, andere gedankliche Richtungen einschlagen könnte. Alles dreht sich – immer noch. Das ist das Gute am Denken, aber auch das Schwierige, die Beweglichkeit, Offenheit, der Raum, der sich auftut.

mehr nur Kunst

Mensch
Heilsame Kraft inniger Berührung, für Körper und Psyche. Schübe von Einsichten für den Geist? Über die Haut, - von der man ja sagt, sie sei Spiegel der Seele, auch des Geistes!? Zwischen einander emotional wichtiger Menschen, denn dieser Kontakt ist von emotionaler Intimität. Die liebevolle Berührung stärkt die Abwehrkräfte, ein Wohlfühlhormon, körpereigene Opiate werden ausgeschüttet. Der Geist kommt ins Springen.

Der Mensch ist selbstloser, als bisher 'gesagt'. Und das lässt sich sehr weit zurückverfolgen. Der Mensch war schon früh nicht nur auf sein eigenes Wohl bedacht. Am Darwin zupft's.

Seit Menschen bestehen gibt es ungefähr 100.000.000.000 Tote – ohne eine einzige Ausnahme.

Liebe
Mittwoch, der 16.12.(09) Keine Chance beim Dart-Spielen. Und (wie) ist die Welt veränderbar? Von direkter Liebe und enormen Gebrabbel. Vom Zerreden und Zerdenken der Welt.
Ohne Authentizität keine Liebe.
Gott und die Welt, Liebe und Geist. In Liebe zum Geist – geistig zu wahrer Liebe. Liebender Geist und geistige Liebe. Liebe ist sinnenhaft, diesseitig, hier (unten) und jetzt und körperhaft. Erkenntnis aus Liebe. Lieben um zu verstehen.
Liebe ist Verbundensein. Sich verbunden fĂĽhlen, aufgehoben, getragen, durchdrungen. Eins. Liebe kommt. Wenn sie kommen kann.
Liebe ist bedingungslos. Funktioniert nur wirklich ohne Erwartungen, voraussetzungslos. Liebe kommt, wenn man frei ist von allem (leer) und nur in Freiheit.
Liebend, verbunden, sich sorgend, liegt die Welt vor einem. Aus der Liebe springt der Funke in den Geist. Ich erkenne die Welt.
Zum Verändern braucht's mehr.

Leben
leben und reden vom Leben,
leben hat mit Wärme zu tun. Was wäre warme Kunst?
Das Leben lerne ich durch leben kennen, was ist das danach Fragen?
Tiefere Einsicht? Geht denken in leben auf? Wer lebt denkt – wenig? Der Philosoph z.B. lebt er, oder denkt er bloss? Er liebt die Weisheit. (Wer liebt das Leben?) Der Maler malt. Denken, reden, fragen ist nicht einfach leben, es ist ein Tun auf Metaebene.
Dann gibt es da noch primitives Leben und vegetative Lebensfunktionen. Einzeller, Herzschlag, das Atmen..., und Lebensformen: Pflanze – Tier – und wir.

Ich male Menschen – und Bilder. Porträts werden anders angeschaut als andere Bilder. Der Bezug zum Dargestellten ist immer da, er soll sein. Trotzdem, ein Bild ist bloß ein Bild. Ein Porträt ist nicht mehr als ein Abbild. Weniger, nur Farbe, Öl, Holz. Francis Bacon malte auch Porträts. In völlig zerlegender Weise. Ich male in deutlich wiedererkennbarer Weise und lasse ganz, reiße nichts auf.

Warum „realistische“ Porträts? Vielleicht um das Illusorische von Kunst noch deutlicher zu machen. Die Bild-Illusion verstärkende Methode. Bloß Kunst, nicht mehr. Die Illusion der Kunst, lebendig zu sein. Der Illusionismus, Leben vorzugaukeln. Der Künstler ist Illusionist. Der Zauberer macht die Menschen glauben, er macht ihnen etwas vor. Es funktioniert nur, wenn man den Trick nicht durchschaut, obwohl man weiß, daß einem etwas vorgegaukelt wird.
Mein Illusionismus besteht im Erzeugen von Lebendigkeit, von hoher Geistespräsenz. Ist das Spüren so einer Kraft Illusion? Oder schafft's da tatsächlich 'was ins Bild?

Von Gerhard Richter gibt es unscharfe “fotorealistische“ Porträts. Sie sind abstrakt und leer und ganz klar Bild, so sollen sie sein, so kommen sie rüber. Meine Porträts sind voll, in ihnen ist 'was drin. Letztlich und vom Grunde aus, sind sie gleich: Farbe, Malmittel, Grund.

„Digitalität“ des (Porträt-)Fotos. Seine hohe Präsenz im Internetzeitalter, die Möglichkeit seiner ewigen qualitätsverlustfreien Reproduzierbarkeit und der daran gekoppelte Aura-Verlust. Die Malerei übernimmt wieder Porträt-Aufgaben von der Fotografie? Das Porträt-Foto ist inflationiert und ausgebrannt.

Mich interessiert nicht, was aus den Menschen herauskommt, sondern das, was drinsteckt.

Lebendigkeit aus Zurückhaltung, nicht aus der pathetisch- individualistischen Geste. Aus dem Geiste, vom Allgemeinen berührt. Pathos, die malerische Geste, schafft Unschärfe im Bild.

 

malen

Räumliches Denken, denken in die Tiefe
Sprache findet nicht nur im linear-syntagmatischen Nacheinander und in der Austauschbarkeit des paradigmatischen Übereinander statt, sondern auch in die Tiefe. Ins Denken hinein. Wie funktioniert Sprache/Erkenntnis (in) der Tiefendimension? Spekulativ, intuitiv, „mentalesisch“ (in einer Gedankensprache)? Ist zweidimensional-flächiges Denken flach? Und wie erst ist lineares, eindimensionales Denken strukturiert? Steht Sprache zu sehr auf dem Blatt, in Schriftform, auf der Fläche? Wenn Sprache und Denken zur Deckung gebracht sind, dann bewege ich mich in die Tiefe, im Raum. „Einfaches“ Denken ist linear, beziehungsweise flächenhaft sich ausbreitend. „Wahres“ Denken aber ist räumlich, maximal beweglich. Linearität ist zielgerichtet. Die Fläche hat zwar Weite, bleibt aber am Boden. Der Raum lässt alles zu.

Zur kulturellen Entwicklung gehört der Vatermord. Heute seien die Vater–Kind- Beziehungen zu stark, zu positiv. Die Kinder schauten zu respektvoll auf. Um voran zu kommen, müsse man überwinden, aus dem Weg räumen. Warum aber sollte „das Neue“ nur mit Gewalt, mit Mord, durchsetzbar sein? „Das Alte“ stirbt, aber eines natürlichen Todes, an Altersschwäche. Respekt vor den Vätern und weiter geht's.

Finden ist fragen mit Antwort. Antwortendes Fragen, offenes, vages, ungerichtetes, gestreutes. Die Antwort liegt vor uns, man muss bloĂź die Frage finden.
Nichtpolarisierendes Denken. Nicht, entweder-oder, nicht ja oder nein, nicht alles oder nichts, sondern mehr oder weniger. (z.B. Seele)
Erhaben. Etwas Großes, Überwältigendes, das nur mit hinreichendem Gespür (Einfühlungsvermögen, Verständnis) versteh-/wahrnehmbar ist. Etwas Wahrnehmbares, dessen wesentliche Eigenschaft eine Anmutung von Größe, Heiligkeit, über das gewöhnlich schöne hinaus ist. Stets mit dem Gefühl von Unerreichbarkeit, Unermesslichkeit verbunden. Es löst Erstaunen aus. Ehrfurcht oder Schrecken. (wikipedia)

Die Welt ist Abbild des Geistes. Wie die Kunst nur Bild, nur Abbild ist. Nicht Eigen- bzw. Selbstbild. Dennoch, in Kunst und Welt wird schon etwas Geistiges sein.

Ich umkreise in vielen Worten. In Bewegung setzen und halten. Den Raum mit Worten schwängern, input, um(herum)denken. Anfüllen, zum Platzen bringen, neu ordnen, sich finden lassen. Ich umschwirre, will, suche keine eindeutige Antwort. Ich will umkreisen!

Durchfluss
Gefühl der Egalität, treiben. Das Leben läuft einfach so, aus der Hand, rinnt. Nicht gleichgültig. Gleichmäßig, im Strom, auf andere Weise eins. Als wäre ich nicht dabei.
Keine Lust zu denken. Natürlich denkt's. Aber irgendwie ohne mich. Der wabernde Geist dringt teilnahmslos durch einen durch. Man spürt's, hält aber nichts fest. Tut man sonst auch nicht, nimmt es aber auf, wahr.
Im Leerlauf. Etwas läuft, setzt aber nichts in Bewegung.
Fast völlig in sich, überhaupt nicht bei sich. Die Energie ist nach innen gerichtet, sie fließt nicht.
Nicht wirklich eins - schwer eins.

ich

lassen